Auf den Spuren des Nazi-Terrors Israelitische Gemeinde Freiburg unterwegs nach Buchenwald und Berlin

Roswitha Strüber

 

Die Israelitische Gemeinde Freiburg veranstaltete in der Zeit vom Sonntag, den 24. bis Mittwoch, den 27. August eine viertägige Exkursion nach Berlin, in deren Mittelpunkt der Besuch von verschiedenen Gedenk- und Mahnstätten stand, die an das unbeschreibliche Leid und die Vernichtung von Hunderttausenden von jüdischen Menschen zur Zeit des Nazi-Regimes erinnern. Mehr als 50 Gemeindemitglieder und Familienangehörige nahmen an der Busreise teil und trafen sich am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr auf dem Platz vor dem Freiburger Konzerthaus zur Abfahrt in Richtung Berlin. Organisation und Leitung der Reise lag in den Händen von Elik Roitstein, Familienreferent des Oberrates der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden (IRG Baden) mit Sitz in Karlsruhe, von Irina Katz, Vorstandsvorsitzende der Freiburger Gemeinde, und von Elena Miller, die als Sozialberaterin in der Freiburger Gemeinde tätig ist.

 

Sonntag, den 24. August 2014

 

 

Die erste Station auf dem Weg zum Tagesziel Berlin war das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald, unweit von Weimar gelegen. In dem damaligen Arbeits-und Vernichtungslager, einem der größten auf deutschem Boden, waren in den Jahren 1937 - 1945 mehr als 250 000 Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern inhaftiert. Unter ihnen waren etwa 56000 Juden, rund 12000 von ihnen kamen durch die unmenschlichen Haftbedingungen oder durch Hinrichtungen zu Tode. Heute ist das KZ-Gelände mit Pietät und großem Respekt vor den Opfern zu einer Gedenkstätte mit Museum eingerichtet. Jeder Reiseteilnehmer konnte selbständig, ohne eine gemeinsame Führung, entsprechend seiner persönlichen emotionalen Befindlichkeit, diesem schicksalhaften Ort begegnen. Sichtbare Betroffenheit löste der Besuch bei allen aus.

 

 

    

 

    

 

    

 

    

 

 

 

 

 

Nach einem kurzen Aufenthalt in Weimar, der Stadt, in der Goethe, Schiller und Herder etliche Jahre gelebt und gearbeitet haben, und in der sich 1919 nach Ende des Ersten Weltkriegs die Deutsche Nationalversammlung konstituiert hatte, ging die Fahrt weiter zum Hotel in Berlin, das am Abend erreicht wurde.