Guter Beginn

Lyuksina Vishnyakova

 

Am 7. August fand in der Begegnungsstätte der AWO-Seniorenwohnanlage im Landwasser ein Treffen der Gemeindeleitung mit den jüdischen Hausbewohnern statt. Das Treffen war von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Seniorenheimleiterin Frau Friedlinde Schönberg und der medizinischen Mitarbeiterin Frau Gitta Remensberger von der AWO organisiert worden.

 

Für das Treffen wurde das gemütliche und schöne Café der Begegnungsstätte zur Verfügung gestellt. Anwesend waren auch nichtjüdische Hausbewohner, auch solche, die ebenfalls aus der ehemaligen Sowjetunion stammen. Das Treffen fand in zwei Sprachen statt, dank des Einsatzes von Irina Katz als Dolmetscherin. Eingeladen waren auch Mitglieder des deutsch-russischen integrativen Clubs „Beseda“ Clemens (Clubgründer) und Ulrike Rietman. Auch viele Mitglieder unserer Gemeinde sind Mitglied in diesem Club und nahmen ebenfalls am Treffen teil.

 

Das kulturelle Programm beinhaltete Auftritte junger Musiker aus Lviv, der Partnerstadt Freiburgs in der Westukraine. Im ersten Teil des Konzerts trat der junge talentierte Pianist Tuwia Navon auf. Er spielte Werke von Bach und Rachmaninoff.

 

Im zweiten Teil traten der Gitarrist und Sänger Alexey Darmodekhin und die Sängerin Alexandra Somish auf. Sie sind Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Lviv. Die Losung ihres Auftritts war „Klaybt zikh tsunoyf! – Kommt zusammen!“ Dieser Auftritt auf Jiddisch, Ukrainisch und Russisch war dermaßen emotional und herzlich, dass vielen Zuhörer die Tränen kamen. Viele Lieder wurden gemeinsam gesungen.

 

Am Treffen nahmen auch die Vorstandsmitglieder Irina Katz und Michael Kimerling, die Sozialarbeiterin Elena Miller und die Kuchenzauberin Tatiana Kanash teil. Ich möchte nochmal die außergewöhnliche Wärme und Innerlichkeit dieses Treffens hervorheben. Die wunderbaren von Elena Miller zusammengestellten Blumensträuße, die Kuchen von Tatiana Kanash und die durch die AWO angebotenen heißen Getränke machten den Nachmittag umso schöner.

 

Die Gemeindeleitung erfuhr aus nächster Nähe, wie die Gemeindemitglieder in dieser Seniorenwohnanlage leben, wie die AWO sich um sie sorgt und was für ein abwechslungsreiches Programm von kulturellen Veranstaltungen und Erholungs- und Sportaktivitäten ihnen angeboten wird. Von den Notfallknöpfen, die in jeder Wohnung installiert sind, ganz zu schweigen. Nach dem Treffen besuchten Irina Katz und Michael Kimerling viele Hausbewohner persönlich.

 

Das Treffen ist bestens gelungen! Unsere Gemeinde zeigte sich von ihrer weltoffenen Seite. Solche Treffen sind sehr nützlich und hilfreich für die Annäherung und gegenseitiges Verständnis.

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