Europa-Abgeordnete im Jüdischen Gemeindezentrum von Freiburg

Roswitha Strüber

 

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Die Europa-Abgeordneten Dr. Franziska Brantner, Daniel Cohn-Bendit und der frühere belgische Premierminister Guy Verhofstadt diskutierten am Montag, den 15. April 2013 in der Israelitischen Gemeinde von Freiburg über mögliche zukünftige Strukturen eines vereinten Europas, in dem bisherige Ländergrenzen bedeutungslos geworden sind und nationalstaatliche Eigeninteressen keine übergeordnete Rolle mehr spielen. In ihrer Begrüßungsansprache wies die Vorstandsvorsitzende Irina Katz, die diese Podiumsdiskussion im Gertrud-Luckner-Saal des Israelitischen Gemeindezentrums ermöglicht hatte, darauf hin, wie wichtig es sei, dieser in der gesellschaftspolitischen Öffentlichkeit durchaus konträr geführten Diskussion einen breiten Raum zu geben und sie weiter zu befördern. Gerade die jüdischen Menschen aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion, die nach einer langen Zeit der Entbehrungen und Beschränkungen in ihrer alten Heimat nach ihrer Migration in Westeuropa neue Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten gefunden haben, verfolgen die unterschiedlichen Einschätzungen dieser visionären Vorstellungen mit besonderer Aufmerksamkeit. Anschließend bedankte sich der Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon, bei Frau Katz und dem übrigen Vorstand der Gemeinde für die Bereitschaft, dass diese für die Bürger der Stadt Freiburg wichtige Veranstaltung in den Räumen der Israelitischen Gemeinde ermöglicht wurde. Danach stellte Dr. Salomon die Abgeordneten des Europaparlamentes persönlich vor, verwies als Grundlage und Ausgangspunkt der Diskussion auf die vor einigen Monaten erschienene Publikation "Für Europa. Ein Manifest" der beiden anwesenden Autoren Cohn-Bendit und Verhofstadt und führte sachkundig und geschickt in die Thematik ein.

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Als Moderatorin übernahm anschließend Dr. Brantner die Gesprächsführung und gab den beiden Buchautoren die Gelegenheit, den zahlreichen Zuhörern - mehr als 150 Besucher füllten den Saal bis auf den letzten Platz - jeweils ihre Vorstellung von einer föderalen europäischen Staatengemeinschaft den Anwesenden zu erläutern. Danach öffnete sie die Gesprächsrunde und bezog das Publikum mit in die Diskussion ein. Die engagiert und teilweise auch emotional vorgetragenen Fragen zeigten, wie groß das Interesse an diesen Überlegungen ist, aber auch wie breit sich das Meinungsspektrum dazu auffächert.

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