Russisch-deutsches Literaturcafé

Roswitha Strüber

 

Die Israelitische Gemeinde Freiburg veranstaltet gemeinsam mit der Stadtbibliothek Freiburg von Oktober 2013 an eine Lesereihe mit russischer Literatur, die in russischer und in deutscher Sprache von professionellen Sprechern vorgetragen wird. Zu Wort kommen sollen klassische Autoren u.a. wie Gorki, Tschechow und Gontscharow.

 

Zum ersten Leseabend dieser Reihe am Montag, den 21. Oktober 2013 konnten Frau Irina Katz, Vorstandsvorsitzende der Israelitischen Gemeinde, und Frau Dr. Elisabeth Willnat, Leiterin der Stadtbibliothek, die zahlreich erschienenen Besucher in den Räumen der Stadtbibliothek Freiburg am Münsterplatz 17 begrüߟen. In ihren einführenden Worten wiesen beide Veranstalterinnen auf die auߟerordentlich gute Zusammenarbeit in der Planungs- und Vorbereitungsphase hin und betonten das beiderseitige Interesse an diesem gemeinsamen Unternehmen.

 

Die Auftaktveranstaltung war den Liebesbriefen von Iwan Gontscharow gewidmet. Gontscharow (1812 -€“ 1891) wurde vor allem bekannt durch seinen berühmten Roman "Oblomow"€œ, der von einem unter Lethargie leidenden jungen russischen Adligen handelt. Seine Liebesbriefe richtete er in den Jahren 1856 - 1857 an die Moskauer Adlige Jelisaweta Tolstaja. Sie erzählen die berührende Geschichte von der leidenschaftlichen, letztendlich aber unerwiderten Liebe des 43-jährigen Schriftstellers zu der 28-jährigen, unverheirateten schönen Frau. Im Sommer 2013, hundert Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung, erschienen die Liebesbriefe erstmals in deutscher Sprache unter dem Titel "€žHerrlichste, beste, erste aller Frauen!"€œ, übersetzt von Vera Bischitzky.

 

Vorgetragen wurden die in einer Auswahl zusammengestellten Brieftexte von Marina Kalmykova und Igor Hohlovkin, Schauspieler und Radio- und Synchronsprecher, beide gebürtig aus Riga stammend. Marina Kalmykova hat dort am staatlichen Konservatorium und an der Theater Fakultät ihre Ausbildung bekommen. Es folgten danach eine Beschäftigung als Sprecherin bei der BBC London und Engagements als Schauspielerin an verschiedenen Theatern u.a. in Düsseldorf, Berlin, Köln, Essen, Bochum und Witten. Igor Hohlovkin erhielt seine Ausbildung an der Schauspielakademie in Moskau. Mit groߟer innerer Anteilnahme und mit spürbarer Rührung erlebten die Zuhörer die von den Künstlern in zwei Sprachen mit Empathie gelesenen Briefzeilen. Begleitende Gitarren- und Gesangsstücke von Marina Kalmykova vertieften die Wirkung der Texte.

 

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Die weiteren Lesungen werden abwechselnd im Israelitischen Gemeindezentrum in der Nussmannstraߟe und in der Stadtbibliothek stattfinden.

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