Filmseminar der Pädagogischen Hochschule in der Freiburger Synagoge

Roswitha Strüber

 

Im Rahmen des Studienganges "Deutsch als Zweit-/Fremdsprache" der Pädagogischen Hochschule Freiburg fand Mittwoch, den 6. August 2014 unter der Leitung von Dr. Natalia Hahn und Marianne Schöler, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für deutsche Sprache und Literatur, im jüdischen Gemeindezentrum ein Filmseminar statt. Außer den studentischen Teilnehmerinnen des Seminars nahmen auch etliche Mitglieder der Gemeinde an der akademischen Veranstaltung teil. Die Vorstandsvorsitzende Irina Katz hatte alle Interessierten dazu eingeladen.

 

 

Thema der Seminarsitzung war der deutsche Spielfilm "Russendisko" aus dem Jahre 2012 u.a. mit Matthias Schweighöfer; Regie Oliver Ziegenbalg. Als Vorlage für den Film diente der gleichnamige Roman von Wladimir Kaminer aus dem Jahre 2000. In der deutschen Komödie, die recht erfolgreich in den Kinos gelaufen ist, geht es um drei junge Männer, die nach der Wende 1990 als Russen mit jüdischer Abstammung nach Berlin kommen. Da einer von ihnen nicht aus einer jüdischen Familie stammt, müssen einige Tricks herhalten, um seine vorzeitige Ausweisung zu verhindern.

 

 

Die Diskussion, die sich nach der Visionierung des Kinofilms entwickelte, rückte vor allem Fragen nach dem besonderen historischen Aspekt von russisch-jüdisch-deutschen Beziehungen und insbesondere nach der jüdischen Migration aus der Sowjetunion nach 1990 in den Mittelpunkt, festgestellt wurde jedoch, dass der Film hinsichtlich dieser Thematik einige Randbemerkungen enthält. Am Ende der Veranstaltung äußerten sich die Teilnehmer sehr zufrieden darüber, dass es möglich war, das Seminar in den Räumen der Synagoge abzuhalten. So konnte eine doch gesellschaftspolitisch wichtige und nicht zuletzt auch brisante Thematik gewissermaßen "vor Ort" diskutiert werden.

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