Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Die Israelitische Gemeinde Freiburg als Mitveranstalter des Gedenkabends im Historischen Kaufhaus

Roswitha Strüber

 

Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Truppen der Sowjetarmee (27. Januar 1945) veranstalteten das Kulturamt der Stadt Freiburg und das SWR Studio Freiburg am Montag, den 27. Januar 2014 einen Gedenkabend im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses am Münsterplatz. Als Mitveranstalter neben verschiedenen anderen Institutionen war die Israelitische Gemeinde Freiburg maßgeblich an der Gestaltung des Abends beteiligt.

 

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Vor den zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besuchern - der Saal war überfüllt und viele interessierte Bürger fanden keinen Zutritt mehr - begrüßte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die Anwesenden und betonte nachdrücklich die Notwendigkeit, Veranstaltungen wie die des Abends gegen das Vergessen durchzuführen. Anschließend übernahm Andreas Meckel die Moderation und stellte Dr. Pavel Polian vor, Professor für Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Freiburg. Dr. Polian, selbst Mitglied der Israelitischen Gemeinde Freiburg, hat aus der ehemaligen UdSSR zugewanderte jüdische Gemeindemitglieder über ihre Erlebnisse und ihre Schicksale während des Zweiten Weltkrieges befragt und die Interviews in einem Dokumentarfilm zusammengestellt. Aus dieser Dokumentation wurden einige kürzere Gesprächssequenzen mit den Interviewpartnern eingespielt und von dem Autor historisch eingeordnet und kommentiert. Vor dem Publikum entfaltete sich so durch die Schilderung der einzelnen Lebensschicksale insgesamt ein bedrückendes Kriegsscenario, dem sich die Zuhörerinnen und Zuhörer an diesem Abend nicht entziehen konnten. Die Anwesenheit von vier Zeitzeugen, die zuvor in den gezeigten Filmausschnitten zu erleben waren, verstärkte zusätzlich die emotionale Betroffenheit des Publikums.

 

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Die Bemerkungen von Bundestagspräsident Norbert Lammert erhielten mit dieser Erinnerungsveranstaltung eine sichtbare Bestätigung. Lammert sagte u.a.in einer Rede vor dem Deutschen Bundestag: "Wenn ein Überlebender seine persönliche Geschichte erzählt, tritt aus der unvorstellbaren Dimension abstrakter Opferzahlen das einzelne, menschliche Schicksal hervor."

 

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Mit einem vom Publikum begeistert aufgenommenen Musikbeitrag der beiden Künstlerinnen Dana Bostedt (Violine) und Shih-yu Tang (Klavier), die bereits zu Beginn des Abends erfreuen konnten, wurde die Gedenkveranstaltung beschlossen.

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