Lag BaOmer 2014

Roswitha Strüber

 

Am Sonntag, den 18. Mai 2014 versammelten sich zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste im Jüdischen Gemeindezentrum von Freiburg, um miteinander das traditionelle jüdische Fest Lag baOmer zu feiern. Es ist ein froher Festtag, unterbricht er doch die 49-tägige Trauerzeit zwischen Pessach und Shavuot, in der sich die jüdischen Menschen an verschiedene Katastrophen und Schreckensereignisse in ihrer langen Geschichte erinnern, insbesondere an die grausamen Verfolgungen mit vielen tausend Toten durch die Römer nach dem jüdischen Bar Kochba Aufstand im zweiten Jahrhundert nach Christus. Picknick- und Grillpartys sowie festliche Essen zählen zu den üblichen Feiertagsbräuchen, zu denen in Israel selbst und auch in den Diasporagemeinden an diesem Tag eingeladen wird.

 

Der Vorstand mit seiner Vorsitzenden, Irina Katz, hatte für den diesjährigen Lag baOmer-Tag die Theater- und Chorgruppe der Jüdischen Gemeinde Karlsruhe nach Freiburg eingeladen. Drehbuchautor Arkadij Livschitz und Regisseurin Lilja Gorbataja hatten zusammen mit ihrem Ensemble ein mit feiner Selbstironie gewürztes Theaterstück erarbeitet, das die jüdische Zuwanderung nach Deutschland und die nicht immer einfache Integration der Zuwanderinnen und Zuwanderer in die deutsche Gesellschaft thematisierte. In einem weiteren Blick beleuchtete die Schauspielgruppe die mitunter manchmal verwirrenden und irritierenden Beziehungen von Mann und Frau in Ehe und Partnerschaft und trug so einen erfrischenden Beitrag zum immer aktuellen Geschlechterkonflikt bei. Am Ende erhielten der Chorleiter Leonid Alpert und die Darstellerinnen und Darsteller Galina Alpert, Anna Belova, Elena Kwjatkowskaja, Tatjana Letsch, Anna Schutova, Jurij Berkowitsch, Leonid Nun, Wladimir Raifman und Gennadij Weksler, die mit großem Engagement und auf bestem Niveau unterhalten hatten, von dem begeisterten Publikum viel Applaus.

 

   
    
   
   
   

 

Zum Ausklang des fröhlichen Festes fanden sich alle zu einem von erprobten und kundigen Händen vorbereitetes Essen im großen Gertrud-Luckner-Saal des Gemeindezentrums zusammen.

 

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