Pessach 5774 / 2014

Roswitha Strüber

 

In den acht Tagen vom 15. bis 22. April feiern die Juden in diesem Jahr ihr Pessach-Fest. Es erinnert an den Auszug der Israeliten vor rund dreitausend Jahren aus Ägypten, wo sie mehrere hundert Jahre lang als Sklaven Frondienste für den ägyptischen König leisten mussten.

 

Die Israelitische Gemeinde Freiburg eröffnete die Pessachzeit am Vortag des Festes, am Montag den 14. April, vor dem Haupteingang des jüdischen Friedhofs an der Elsässerstraße mit dem traditionellen Verbrennen der Chamezreste, den Getreideprodukten, die bereits einen Gärungsprozess durchlaufen haben. Diese Speisen, vor allem gesäuerte Brote, dürfen während der Feiertage nicht verzehrt werden. Sie werden ersetzt durch Fladen aus ungesäuertem Teig, den Mazzot. Diese symbolische Handlung weist hin auf den von Gott befohlenen sofortigen Aufbruch der Israeliten, der ihnen keine Zeit mehr zu wichtigen Vorbereitungen wie Brot backen ließ.

 

   

 

 

Nach einem feierlichen Gottesdienst am Abend, den Kantor Joseph Hayoun unter Mitwirkung eines jungen Kantors aus Paris zelebrierte, hatte der Vorstand mit seiner Vorsitzenden Irina Katz zu einem festlichen Mahl geladen, dessen Zeremoniell nach einer bestimmten Ordnung, hebräisch: seder, abläuft. Essen und Trinken erfolgen nach festgelegten Regeln, die durch Gebete und Segenssprüche ihre Bedeutung erhalten. An der Vorbereitung hierzu hatten sich Gemeindemitglieder mit großem Engagement und Hingabe beteiligt.

 

 

 

 

   

 

   

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