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Rowitha Strüber

 

In der Reihe des russisch-deutschen Literaturcafés, das gemeinsam von der Israelitischen Gemeinde Freiburg und der Freiburger Stadtbibliothek veranstaltet wird, fand am Mittwoch, den 26. März um 19.30 Uhr der zweite Leseabend in den Räumen der Stadtbibliothek statt. Im Mittelpunkt standen die "Erinnerungen an Anna Achmatova" von Nadeschda Mandelstam, die 2011 erstmals auf Deutsch im Berliner Suhrkamp Verlag veröffentlicht wurden.  Herausgeber dieser Ausgabe ist Dr. Pavel Polian (Nerler), Professor am Historischen Seminar der Universität Freiburg, den die Leiterin der Stadtbibliothek, Dr. Elisabeth Willnat, und Irina Katz, Vorstandsvorsitzende der Israelitischen Gemeinde, herzlich begrüßten. Gemeinsam vergegenwärtigten Verlagslektorin Katharina Raabe , die zu diesem Abend aus Berlin angereist war, und Dr. Polian (Nerler) den Besucherinnen und Besuchern die so schicksalshafte und leidvolle Lebensgeschichte der im russischen Saratow geborenen Autorin und ermöglichte ihnen so einen unverstellten Zugang zu ihren erschütternden "Erinnerungen".

 

 

Nadeschda Mandelstam (1899-1980), verheiratet mit dem russischen Dichter Ossip Mandelstam (1891-1938), pflegte eine tiefe Freundschaft mit Anna Achmatova. In  den langen Jahren der politischen Verfolgungen und Repressionen unter Stalin blieben beide immer freundschaftlich eng verbunden. So sind Mandelstams Aufzeichnungen, die erst nach ihrem Tod wieder entdeckt wurden, ein beredtes Zeugnis einer Zeit, die von Angst und Verzweiflung, aber auch von immer wieder neu aufkeimender Hoffnung geprägt war.

 

Als Ergänzung zu ihren sachkundigen Beiträgen stellten Katharina Raabe und Dr. Polian (Nerler) den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern ausgewählte Textpassagen der " Erinnerungen an Anna Achmatova " in der russischen Originalsprache und deutscher Übersetzung vor.

 

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