„Die Drei Kantoren“ am Jom Jeruschalajim 2015 in Freiburg

Text und Fotografien: Roswitha Strüber

 

Aus Freude über die Zusammenführung von West- und Ostjerusalem und damit über den freien Zugang zur Altstadt und zur Klagemauer bestimmte die Israelische Regierung nach dem Sechstagekrieg am 12. August 1968 einen Feiertag, der an dieses Ereignis erinnern sollte. Als Datum wurde der 28. Ijjar festgeschrieben. Genau 30 Jahre später, am 23. März 1998, erhob die Knesset diesen Tag als Jerusalemtag zu einem nationalen Feiertag. Aus Solidarität und Sympathie feiern auch viele jüdische Gemeinden in der Diaspora diesen Gedenktag, der in diesem Jahr auf Sonntag, den 17. Mai festgelegt wurde. Aus diesem Anlass hatte die Vorstandsvorsitzende der Freiburger Israelitischen Gemeinde Irina Katz mit Unterstützung des Zentralrates der Juden in Deutschland das Gesangstrio „Die Drei Kantoren“ in das Gemeindezentrum eingeladen.

Nach der kurzen Begrüßung durch die Vorstandsvorsitzende, die sich in besonderer Weise über den Besuch von Stadtrat Nikolaus von Gayling erfreut zeigte, erläuterte Gemeinderabbiner Mordekai Pavlovsky den rund 150 Besuchern den Hintergrund und die Bedeutung des Jerusalemtages für die jüdischen Menschen, nicht ohne seiner Hoffnung Ausdruck zu geben, dass irgendwann einmal eine versöhnliche und friedliche Lösung hinsichtlich der Heiligen Stätten in Jerusalem möglich wird.

 

Mit der Gruppe „Die Drei Kantoren“ gastierte ein renommiertes und beliebtes Gesangsensemble von drei Künstlern in Freiburg, die am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam eine Kantorenausbildung abgeschlossen haben und seit einigen Jahren als Trio gemeinsam auftreten. Ido Ben-Gal (Tenor), Amnon Seelig (Bariton) und Assaf Levitin (Bass), am Flügel begleitet von Naaman Wagner, hatten ein anspruchsvolles und buntes Programm selbst arrangierter Lieder zusammengestellt, zu dem israelische, liturgische und auch jiddische Beiträge gehörten.

Das Publikum folgte den einzelnen solo oder gemeinsam virtuos vorgetragenen Stücken mit großem Interesse und spendete begeistert Beifall. Mit Blumengebinden und kleinen Präsenten wurden die Künstler am Ende ihres Konzertes herzlich von Irina Katz verabschiedet.

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