Hoschana Rabba 5776

Zum Abschluss und gleichzeitg auch zum letzten Höhepunkt der Feiertage von Sukkot  lud die Israelitische Gemeinde Freiburg am 21. Tag des Monats Tischri (am Sonntag den 4. Oktober)  vormittags zum feierlichen Gottesdienst, zum Hoschana Rabba, in die Synagoge ein. Entsprechend der Jahrhunderte alten liturgischen Tradition wurden die Lulav-Sträuße aus den vier Arten gerichtet, die die gesamte Pflanzenwelt Israels symbolisieren sollen. Zur Ehre G´ttes und zum Zeichen, dass G´tt der König der ganzen Welt ist, werden die Lulav-Sträuße in die vier Himmelsrichtungen und nach oben und nach unten geschüttelt. Ein sinnfälliger und eingängiger Brauch, der auch auf die Einheit des ganzen jüdischen Volkes hinweist.

Im Gottesdienst werden die Torarollen und Lulav-Sträuße auf sieben Rundgängen  in der Synagoge mitgetragen. Es ist an diesem Tag das große Hoschana, das Hoschana Rabba, während an den Tagen zuvor nur jeweils ein Rundgang in der Synagoge stattfindet.

Nach dem Kaddisch-Gebet bitten die Gottesdienstteilnehmer um ausreichend Regenwasser als Voraussetzung für eine gute Ernte im kommenden Jahr. Bachweidenzweige, die zu kleinen Sträußen gebunden sind, werden symbolhaft auf den Boden geschlagen und anschließend auf den Toraschrank geworfen, damit niemand auf sie treten kann.  Dort verbleiben sie bis Pessach.

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