Chanukka-Ball mit Boris Rosenthal und seiner Band

Text und Fotos: Roswitha Strüber

Am Montag, den 25. Dezember 2016, dem Vorabend des dritten Tages des diesjährigen Chanukka-Festes, feierte die Israelitische Gemeinde Freiburg im Gemeindesaal ihren traditionellen großen Chanukka-Ball. Zuvor hatte die Vorstandsvorsitzende Irina Katz Gemeindemitglieder und Gäste im Betraum der Synagoge willkommen geheißen und  Kantor Moshe Hayoun gebeten, die feierliche Handlung des Anzündens von drei Kerzen an der Chanukkia zu übernehmen. Als schönes und symbolhaftes Zeichen, dass Jung und Alt im Leben einer Gemeinde zusammengehören und dort ihren Platz haben, durfte der zehnjährige Igor neben Chanukkia-Meister Mark Lvov-Brodsky und Lev Peskin, der noch die furchtbare Blockade Leningrads durch die deutschen Truppen leidvoll miterleben musste, eine der drei Kerzen entzünden. Ein wenig aufgeregt, aber mit sichtlichem Stolz erfüllte er seine Aufgabe. Gebete, Segenssprüche und Chanukka-Lieder, unter ihnen das „Maoz Tzur“, das von allen mehrstrophig mitgesungen wurde, begleiteten das Lichterzeremoniell. Hierzu hatte die Israelitische Gemeinde die Freiburger Mitbürgerinnen und Mitbürgerinnen herzliche eingeladen.

In Rückbesinnung auf das segensreiche Wirken G´ttes werden die Chanukka-Tage mit Freude und Dankbarkeit gefeiert. Denn G´tt ermöglichte im 2.Jahrhundert vor der Zeitrechnung den Israeliten die Befreiung von der seleukidischen Fremdherrschaft und die Reinigung des Tempels von fremden Götterkulten und seine Wiedereinweihung in der vorgeschriebenen Weise. 

Ein fröhlicher Chanukka-Ball, verbunden mit einem umfänglichen gemeinsamen Essen, ist sinnfälliger Ausdruck des dankbaren Erinnerns an das damalige Geschehen.

Mit Boris Rosenthal und seiner Band hatte die Vorstandsvorsitzende, Irina Katz, für den Chanukka-Ball Musiker eingeladen, die schon mehrfach bei Konzerten in der Freiburger Synagoge das Publikum begeistern konnten. Wieder einmal überzeugten sie restlos mit ihrer musikalischen Vielfalt, ihrer Virtuosität, und nicht zuletzt auch durch ihren Charme. Es dauerte nicht lange, bis sich nach dem aufwendig vorbereiteten Essen die Tanzfläche füllte und eine ausgelassene und fröhliche Stimmung  verbreitete. Eine zwischenzeitlich dargebotene Tanzperformance von Kirill Berezovski und seiner Partnerin Amelia Eisen erlaubte einen Blick auf die Kunst des Contemporary Dance, die das junge Paar in Perfektion beherrschte.

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