Holocaust-Gedenktag in Stuttgart

Text und Fotos: Roswitha Strüber

Anlässlich des 71. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz–Birkenau durch die Rote Armee hatte die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) Deutscher Zweig e.V. am Mittwoch, dem 27.Januar 2016 zu einer Gedenkstunde in den Weißen Saal des Stuttgarter Schlosses eingeladen. 

Neben zahlreichen Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben nahm auch die Vorstandsvorsitzende der Freiburger Israelitischen Gemeinde, Irina Katz, an der Holocaust-Gedenkfeier teil. Als Motto hatten die Veranstalter den Jesaja-Vers „ ... aber wer von Euch hört sich diese Dinge an und lässt sich wachrütteln und lernt für die Zukunft daraus?“ (Jes 42,23) ausgegeben. Mit diesem eindringlichen Prophetenwort verbindet sich unüberhörbar die Mahnung, die Erinnerung wachzuhalten und einem Vergessen entgegenzuwirken. Sowohl Gottfried Bühler, erster Vorsitzender von ICEJ Deutscher Zweig, stellte diesen Gedanken in den Mittelpunkt seiner einführenden Begrüßungsrede wie auch die nachfolgenden Redner, die für ihre Organisationen und Einrichtungen Grußbotschaften überbrachten. Sie betonten, dass regelmäßige Erinnerungstage und Gedenkveranstaltungen, die die Verbrechen des Dritten Reiches vergegenwärtigen, für eine Aufarbeitung der schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit und für ein sensibles Hineinhören in die Gegenwart und Zukunft unverzichtbar seien.

 

Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier von den beiden Stuttgarter Künstlerinnen Alina Godunov (Flügel) und Enni Gorbonosova (Gesang).

Der Gedenktag endete vor dem nur wenige Schritte entfernten Holocaust-Mahnmal am Karlsplatz. Die Veranstaltungsteilnehmer hatten sich dort versammelten und verfolgten das Entzünden von sechs Kerzen, die an den Spitzen eines auf dem Boden ausgelegten Davidsterns aufgestellt waren; eine nachdenklich stimmende Symbolik, die von kurzen Grußworten begleitet wurde.  Mit einer Kranzniederlegung durch Dr. Dan Shaham, Generalkonsul des Staates Israel, und Gottfried Bühler fand ein würdiges Gedenken seinen Abschluss. Martin Seiler von den Stuttgarter Royal Rangers spielte dazu die Israelische Nationalhymne auf der Trompete. 

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